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Neue Straße entlang der Ussel

Die Ortsdurchfahrt in Daiting ist jetzt von der Dorfmitte aus in Richtung Gansheim gesperrt. Entlang der Ussel sind die Bauarbeiten gestartet. Die sollen sich bis ins Jahr 2017 ziehen.
Foto: Wolfgang Widemann

In Daiting haben in dieser Woche die Arbeiten für ein weiteres großes Projekt begonnen: Die Ortsdurchfahrt entlang der Ussel wird neu ausgebaut. Der erste Abschnitt geht von der Ortsmitte aus in Richtung Gansheim. Die Straße ist in diesem Bereich bis auf Weiteres gesperrt.

Bei dem Vorhaben ist zunächst einmal die Gemeinde am Zug. In der Usseltalstraße werden Schadstellen am Abwasserkanal repariert. Die Trinkwasserleitung wird erneuert und es werden neue Hausanschlüsse verlegt. Die Lechwerke liefern den Strom künftig über Erdkabel zu den Anwesen, nicht mehr über Dachständer. Für die Arbeiten auf besagtem Teilstück hat die Gemeinde nach Angaben von Bürgermeister Roland Wildfeuer bis Juli Zeit. Dann übernimmt der Landkreis die Leitung über die Baustelle und erneuert die Fahrbahn. Die ist nämlich eine Kreisstraße. Das Vorhaben ist ziemlich aufwendig und kostspielig. Grund: Um die bislang schmale Straße verbreitern zu können, wird am nördlichen Ufer der Ussel eine Wand aus Betonpfählen errichtet.

Nach Auskunft von Kreisbaumeister Hans Kaltner werden die Firmen für den Wand- und Straßenbau zunächst vom Sommer bis vor Weihnachten in Daiting tätig sein. Im Frühjahr 2017 gehe es dann weiter. Wie berichtet, hat der Kreis das Projekt auf zwei Jahre verteilt. Insgesamt werden für den Straßenbau wohl um die 1,6 Millionen Euro benötigt.

Die übrigen Maßnahmen, die unter der Regie der Gemeinde laufen, sind auf rund 300000 Euro veranschlagt. Die Bürger müssen einen Teil der Kosten tragen. Für die Erneuerung der Wasserleitung kommen über einen Beitrag alle Hauseigentümer im Einzugsgebiet der Usselbachgruppe auf. Die Anlieger der Usseltalstraße müssen zudem unter anderem einen Teil des Gehwegs bezahlen. (wwi)

 

Daiting will sparen

Die Gemeinde möchte in diesem Jahr Schulden abbauen. Kleinere Investitionen sind trotzdem geplant

Nach den großen Baumaßnahmen im vergangenen Jahr, die viel Geld verschlangen – allen voran die Dorferneuerung und der Ausbau der Usseltalstraße und der Buchdorfer Straße – will die Gemeinde Daiting heuer sparen. Schulden sollen abgebaut und, falls möglich, Rücklagen für 2016 gebildet werden. Denn dann kommen wieder größere Ausgaben auf Daiting zu. Dieses Jahr hingegen stehe eher im Zeichen der Haushaltskonsolidierung, sagt Bürgermeister Roland Wildfeuer.

Einige Investitionen sind gleichwohl geplant und im Etat vorgesehen, den der Gemeinderat nun einstimmig beschlossen hat. Die größte schlägt mit 100000 Euro zu Buche: Für diesen Betrag will die Kommune einen neuen Schlepper anschaffen, der auch im Winterdienst zum Einsatz kommt – der alte ist bereits in die Jahre gekommen, sagt Wildfeuer. Ausgetauscht werden sollen auch der Salzstreubehälter und das Schneeräumschild.

Genehmigungen für Kläranlagen laufen aus.

Geld muss zudem für die Kläranlagen in Daiting und dem Ortsteil Natterholz aufgewendet werden: Wie berichtet, läuft die Genehmigung in beiden Fällen zum Jahresende hin aus. Die Anlagen seien zwar nicht mehr modern, aber noch gut in Schuss, sagt der Bürgermeister. Noch in diesem Jahr will der Gemeinderat für 30000 Euro eine Studie in Auftrag geben. Diese soll klären, welche Maßnahmen nötig sind, damit die Genehmigungen verlängert werden. Wildfeuer zeigt sich zuversichtlich, dass die beiden Anlagen wohl mit „relativ geringen Mitteln“ dann wieder auf den neuesten Stand gebracht werden könnten.

Für 10000 Euro muss die Anlage in Natterholz heuer zudem vom Klärschlamm befreit werden. Im kommenden Jahr stehen dort eventuell noch weitere Arbeiten an: Denn das geklärte Wasser fließe von der Anlage aus in einem Bach durch Karstgebiet bis zur etwa einen Kilometer entfernten Ussel hinunter – auf seinem Weg könnte es versickern, erklärt Wildfeuer. Das Problem könnte durch Rohre beseitigt werden – oder durch einen Anschluss an die Daitinger Kläranlage. Dafür aber bräuchte man laut Wildfeuer ein Pumpwerk. Die Studie soll auch diesen Aspekt beleuchten.

Ein weiterer Posten im Haushalt ist das Daitinger Gemeindehaus: An der Westseite befindet sich ein Riss im Mauerwerk, das für rund 10000 Euro eine neue Blechverkleidung bekommt. Bereits investiert hat der Gemeinderat in eine Wärmebildkamera für die Freiwillige Feuerwehr Daiting (5000 Euro). Weitere 5000 Euro fließen in die Straßenbeleuchtung: Einige alte Lampen müssten durch moderne LED-Leuchten ersetzt werden, so Wildfeuer.

Das Gesamtvolumen des diesjährigen Haushalts beträgt rund 2,37 Millionen Euro – im Vorjahr waren es fast drei Millionen Euro gewesen. Wichtige Einnahmequellen sind die Schlüsselzuweisungen (224000 Euro) und die Einkommenssteuerbeteiligung (400000 Euro). Die Gewerbesteuer ist mit 75000 Euro niedriger angesetzt, als sie zuletzt tatsächlich ausfiel – 113000 Euro nahm Daiting 2014 ein.

An den Landkreis zahlt die Kommune 2015 eine Umlage von etwa 250000 Euro, an die Verwaltungsgemeinschaft Monheim 83000 Euro. Bis zu 250000 Euro will Daiting in seine Rücklagen für 2016 fließen lassen – denn dann steht unter anderem die Erneuerung der Kreisstraße durch den Ort an. Außerdem möchte die 800-Seelen-Kommune ihren Schuldenstand bis zum Jahresende um rund 77000 auf gut 413000 Euro reduzieren.

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Die Ussel soll verlegt werden - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Die-Ussel-soll-verlegt-werden-id25689941.html